Wie in meinem letzten Beitrag hier im Azubi-Blog schon angekündigt folgt hier jetzt ein kleiner Post zu den wirklichen Tätigkeiten eines Fachinformatikers mit Ausrichtung Systemintegration.
Ich werde versuchen nicht nur auf meine eigene Arbeit einzugehen, sondern auch etwas davon zu berichten was die Azubis, welche mit mir in der Berufsschule sind von Ihrem Arbeitsalltag preisgeben.
Hier bei der Firma Ufer besteht die EDV – Abteilungen zur Zeit noch aus zwei Mitarbeitern plus einem Azubi (mir
). Für ein mittelständisches Unternehmen dieser Größe (ca. 125 Mitarbeiter) ist das meiner Meinung nach vergleichsweiße wenig, denn Arbeit fällt hier fast immer an. Zu den sozusagen “wiederkehrenden Arbeiten” gehört vor allem das Beheben von Druckerproblemen mit den verschiedenen Modellen und Arten (Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker, Laserdrucker) die hier im Einsatz sind. Aber auch Probleme und Abstürze bei diversen Benutzerprogrammen gehören zum täglichen Brot.
Etwas interessanter weil seltener und abwechslungsreicher sind die “Spezialarbeiten” die entweder in Form eines Projektes geplant und umgesetzt werden oder einfach durch die Umstände nötig werden.
Zu Ersterem gehörte in der jüngsten Vergangenheit die Anbindung unseres neuen UPL Abhollagers in Neustadt. Diese Filiale musste EDV- und telefontechnisch an die Ufer Zentrale in Landau angebunden werden. Es war nötig eine geeignete Verbindungsstrecke zu finden, Angebote zu vergleichen und die Verbindung aus technischer Sicht zu planen. Da so etwas nicht jeden Tag vorkommt war es auch ein ständiger Lernprozess um aufkommende Probleme zu beseitigen oder besser von vorne herein zu umschiffen.
Zu den “erzwungenen” Sonderarbeiten gehören beispielsweiße diverse Arbeitseinsätze zu nächtlicher Stunde, wenn ein Server der für den täglichen Betrieb unerlässlich ist , aus mysteriösen Gründen seinen Dienst versagt. In so einem Fall kann man zwar eher von einer angespannten Stimmung bzw. Umgebung sprechen, aber im Nachhinein betrachtet waren auch diese Einsätze, die nicht immer zu 100% positiv verlaufen können, sehr lehrreich.
Um noch auf die Arbeiten meiner Berufsschulkollegen einzugehen: Hier haben es manche relativ gut erwischt und managen von ihrem Arbeitsplatz aus die Mainframes, Server und Arbeitsstationen Ihres Ausbildungsbetriebes und sind vollkommen begeistert vom Beruf des Fachinformatikers. Andere berichten von etwas eintönigeren Ausbildungsstellen, bei denen sie fast die komplette Lehrzeit damit verbracht haben immer und immer wieder die selbe Tätigkeit auszuführen – zum Beispiel Computer zusammen zu bauen und zu verkaufen. Das kann sicher auch Spaß machen, wird dem Berufsbild des Fachinformatikers aber nicht wirklich gerecht. Also noch einmal meine Empfehlung an alle zukünftigen Azubis zum Fachinformatiker: Sucht euch euren Ausbildungsbetrieb sehr gut aus und beschäftigt euch auch damit was für Arbeiten auf euch zukommen könnten und ob euch diese auch dauerhaft Spaß machen.
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