Beim Wareneingang spricht man nicht nur von der Anlieferung der Ware, er besteht aus sieben verschiedenen Punkten. Man nennt diese sieben Punkte “Idealtypischer Prozess der Warenannahme”. Nach diesem Ablauf werden alle Waren bei der Firma Ufer empfangen.
1. Anmeldung des Frachtführers beim Wareneingang
Der Lieferant oder Spediteur melden sich mit seinen Warenbegleitpapiere beim Wareneingang.
2. Prüfen der Lieferberechtigung

Zum Überprüfen der Lieferberechtigung wird ein Bestellabgleich durchgeführt, d.h. die Warenbegleitpapiere werden mit der Bestellung verglichen.
Warenbegleitpapiere sind:
- Frachtbrief
- Lieferschein
- Paketkarte
- Ladeschein
- Konossement
- Zolleinheitspapiere
3. Abladen der Ware
Generell hat der Absender die Pflicht die Güter zu entladen, jedoch haben die Spediteure oder Lieferanten nicht die Möglichkeiten von Entladegeräten wie sie wir in der Stahlhalle besitzen.
Der Einsatz von Entladegeräten, also Gablestapler, Hubwagen, oder Kran hängt von vielen Faktoren ab:
- Art & Größe der Anlieferungsfahrzeuge
- Den eingesetzten Ladehilfsmitteln (Paletten, Kartons, Kisten)
- Größe, Gewicht, Art der Ware
4. Prüfen der Lieferung auf Vollständigkeit und Zustand
Nun kommt eigentlich der wichtigste Punkt. Die Ware wird auf äußerliche Schäden und Vollständigkeit untersucht. Hier unterscheidet man zwischen dem offenen und dem versteckten Mangel. Als offener Mangel bezeichnet man Schäden an Verpackung oder Ware die man mit dem Auge erkennt. Also Kratzer, Dellen, Mindermenge, etc. Ein versteckter Mangel ist ein Mangel in der Güte oder Funktion. In nicht wenigen Fällen muss dann mit dem Frachtführer geklärt werden, ob es sich um einen Transport- oder Lieferschaden handelt.
Lieferschaden: Unzureichende Verpackung durch den Lieferer
Transportschaden: Schaden während des Versands.
5. Empfangsbestätigung
Wurde die Ware ordnungsgemäß geprüft und liegen keine Beanstandungen vor, dann:
- Empfangsbestätigung der Lieferung durch Unterschrift auf Begleitpapiere
- Empfangsbestätigung dient dem Überbringer als Liefernachweis und als Basis für Speditionsrechnungen
- Empfangsbestätigung gilt bis zur endgültigen Mängelfreiheit als “unter Vorbehalt”
6. Erstellen der Wareneingangspappiere – Wareneingansmeldung
Wenn die Lieferung erfolgreich angekommen ist und kontrolliert wurde, wird die Ware in unserem EDV-System zugebucht. D.h. Die Ware wird erfasst und in das Lagersystem integriert. Mit diesen Wareneinganspapieren wird nun eine weitere genauere Prüfung der Ware durchgeführt und jeglicher Mangel per “Multiple Choice Mängelbescheid” hinterlegt.
7. Kennzeichnen der Ware
Beim letzten Punkt wird die Ware via Etiketten für den Versand oder die Einlagerung gekennzeichnet.
Im Stahllager haben wir keinen seperaten Wareneingangsbereich wie z. B. in der Sanitärabteilung. Jedoch ist das kein Manko. Denn das liegt daran, dass das Stahllager anders als das Sanitärlager auf einem “I-Layout” basiert.

I-Layout
So hat man einen kleinen Pufferplatz nahe der Fahrbahn, um einen schnelles Abladen und Kontrollieren zu ermöglichen. Dahinter liegen dann die Schnelldreher, also die Artikel auf die häufig zugegriffen werden muss. Also alles ein durchdachtes Lagerzonensystem.